Weihnachten steht vor der Tür!

Ihr dürft mich jetzt nicht für komplett verrückt halten. Seit meinem letzten Blog sind ein paar Tage vergangen, in denen ich zwar nicht viel geschrieben habe, in denen aber viel geschehen ist.

Nach meinem letzten Blog war ich in einer Art Shopping-Extase. Die Geschäfte sind wieder geöffnet und man darf sogar in Gruppen größer als zwei Personen zusammen sein, denn es gibt inzwischen nur noch fünf aktive Corona-Fälle, die Gesamtzahl hat sich bisher bei 101 gehalten.

Meine Einkaufsorgie brachte mir einen Eiswürfelbereiter an Bord. Herrlich. Die Maschine brummt und nach einer Stunde fallen alle paar Minuten einige Eiswürfel heraus. Jetzt habe ich kein Problem mehr, in Sekundenschnelle eine kalte Orangina zu bekommen. Auch der Sundowner zusammen mit den Chapos bekommt klirrenden Inhalt. Da hier auf der Insel die Spannung im Stromnetz bei 115 V liegt, werden allerdings nur Geräte verkauft, die mit 115V laufen. Auf Sissi habe ich jedoch lediglich die 12V aus den Batterien und die 230V wie in Europa. Ich habe mich dazu entschlossen, den Strom für die Eiswürfel aus den 12V zu gewinnen, dann kann man auch in einer Ankerbucht Eiswürfel machen.

Was hat das aber mit Weihnachten zu tun? Ganz einfach. In der Fußgängerzone haben die meisten Läden ihre Bretterverschalung wieder entfernt. Beim Dufry hatte ich das Gefühl, ich hätte zu viel eingekauft und zu lange nicht auf den Kalender gesehen.

Christmas Madness Mega Sale

Diese Werbung ist mir vor sechs Wochen noch nicht aufgefallen. Es ist aber immer noch Mitte Mai, ich war nicht zu lange unterwegs.

Apropos unterwegs: Ab morgen macht Aruba wieder komplett auf. Die Nationalparks öffnen und auch die Bars werden wieder Getränke, die Restaurants wieder Speisen servieren. Jetzt habe ich das Paradies für mich alleine. Die Einheimischen fragen mich sowieso immer, wie ich denn auf die Insel komme.

In den letzten Tagen war ich viel unterwegs, denn ich habe mir von meinem arubanischen Bekannten Lel ein Auto besorgen lassen. Mietwagenfirmen sind bisher noch geschlossen, das private Mietauto ist auch günstiger. Es hat auch Nachteile. Die Klimaanlage ist kaputt.

Mietauto mit kleinen Mängeln. Näher sollte man nicht heran gehen.

Vorgestern brachte das Auto die Chapos und mich zur “Natural Bridge”. Das ist eine natürliche Brücke aus Kalkstein, die in Teilen eingestürzt ist. Ich wusste nicht so recht, wo ich den Wagen auf dem Parkplatz abstellen soll.

Seeseite der Natural Bridge

Die Brücke befindet sich an der Westküste der Insel, deswegen donnert der Ozean hier mit ordentlicher Wucht dagegen. Die Wellen spritzen beinahe so spektakulär wie auf Lanzarote bei Los Hervideros.

Das Wasser strömt unter der Brücke rein.

In der Nähe befindet sich noch ein bei den Einheimischen sehr beliebter Surfstrand. Die Wellen kommen dort zwar kreuz und quer hinein, nicht so vorhersehbar wie in Portugal, dafür aber genauso hoch.

Surfer

Nach meinen bisherigen Erfahrungen komme ich mit dem japanischen Kleinwagen auf der Insel ganz gut zurecht. Nur gelegentlich ist es halt so, dass ich mir einen Geländewagen wünsche. Ich wollte heute früh nur kurz an den Strand fahren, da verschwand der Asphalt nach wenigen Metern und zurück blieb eine Staubpiste.

Geht es hier zum Strand?

Die vielen Spuren von PKW-Reifen zeigten mir, dass der Weg regelmäßig befahren wird. Mir kamen nur noch Geländewagen entgegen. Echte Geländewagen, nicht die mit denen man nur in der Stadt herumfährt. Dann stand ich vor Steinen in Dackelgröße. Die fehlende Bodenfreiheit des Kleinwagens hielt mich davon ab, bis ans Ende zu fahren.

Kaktus

Zuletzt habe ich nachgesehen, ob der Nationalpark vielleicht schon heute geöffnet hat. Hat er leider nicht. Die Chapos haben mich mal gefragt, warum man nicht einfach so in den geschlossenen Park gehen kann. Für mich ist die Frage ganz einfach zu beantworten – die Natur ist mir auf dieser Insel zu wehrhaft für Spaziergänge ohne Spazierwege.

Kakteenwand

Schließen möchte ich diesen Beitrag mit einem Graffiti, das ich in Oranjestad gefunden habe. Nicht nur in Saint Nicolas, auch in Oranjestad sind viele Gebäude verziert. Mir gefällt es. Ich werde es auf der nächsten Sandpiste beherzigen. Und mit einem kleinen Katerchen. Denn über Katzen muss ich in meinem nächsten Beitrag sehr viel schreiben. Es gibt da etwas, das ihr alle wissen müsst!

Geheime Weltregierung: Die Katzen!

Ich hoffe, ich komme noch zum Schreiben. Wenn mir das nicht gelingt, wisst ihr alle, dass SIE mich daran gehindert haben.

Yesss!

Neulich habe ich während eines Spaziergangs im Vorgarten eines Hauses ein Dutzend Katzen gesehen. Vielleicht waren es auch noch mehr. Als ob diese Katzen alle in einem verlassenen Haus wohnen würden. Nur der Pflegezustand der Pflanzen im Vorgarten sieht aus, als wäre das Haus noch bewohnt. Die Katzen haben auch Futter und Wasser.

Ganz viele süße Katzen!

Heute habe ich mir die GoPro und eine Dose mit Katzenfutter geschnappt, die seit Portugal auf Sissi mitfährt. Ich will ein paar süße Katzen beim Fressen aufnehmen. Leider ist die Katzenbesitzerin im Vorgarten. Ich traue mich nicht, den Katzen das Trockenfutter zuzuwerfen. Ich warte lieber, bis ich die Katzen in der Abenddämmerung auf der Straße erwischen kann.

Divi Divi

Auf dem Weg zurück in die Stadt komme ich an einem der schönsten Bäume in Oranjestad vorbei. Ein Divi Divi Baum, sozusagen die Wappen-Bäume von Aruba. Am Strand gibt es sie in ganz verrückten Formen, sie werden vom Wind zurecht geblasen.

In der Fußgängerzone lasse ich meinen Blick rundherum schweifen. Es sind immer mehr Menschen auf der Straße. Das Leben kehrt in die Innenstadt zurück. Manche Läden sind noch geschlossen, die meisten Geschäfte haben aber inzwischen wieder geöffnet.

Endlich wieder!

Auch die Dreckecken werden aufgeräumt und geputzt. Aruba macht sich wieder fein. Die Restaurants sind noch geschlossen. Ich kann an fast jeder Ecke sehen, dass sie einen Öffnung in Kürze vorbereiten.

Oranjestad wird geputzt.

Was mich wirklich überzeugt hat, dass hier der Krisenmodus in Kürze beerdigt wird, ist die Straßenbahn. Ich wollte meinen Augen kaum trauen, als ich ein rotes Fahrzeug auf dem Gleis fahren sah. Yesss! Sie fährt wieder.

Sie fährt wieder!

Jede zweite Sitzreihe ist gesperrt und auf den Sitzen gibt es jeweils außen Klebemarkierungen. Auf diese Markierungen kann man sich setzen. Vor dem Einsteigen gibt es Händedesinfektion.

Sie fährt wirklich. Das ist ein aktuelles Bild.

Ich setze mich auf eine Bank im Schatten und warte darauf, dass die Straßenbahn wieder in die andere Richtung fährt. Dabei gelingt mir ein schönes Bild von zwei Frauen, die sich zu einem ausgiebigen Schwatz auf einer Bank getroffen haben. Offiziell gelten hier weiterhin die Abstandsregeln, der tolerierte Abstand liegt hier bei 2 Metern.

Tratschen

Nicht nur die Erwachsenen, auch die Jugendlichen haben ihren Spaß. Die letzten Wochen war es hier sehr langweilig. Die Schulen sind immer noch geschlossen.

Jugendliche Radfahrer

Eigentlich ist heute jeder auf der Straße. Es ist lange nicht so voll wie mit den üblichen Touristenscharen, Es erinnert mich an einen Tag ohne Kreuzfahrtschiffe, wenn sich lediglich die Einheimischen in der Fußgängerzone tummeln.

Shoppen geht in jedem Alter

Zuletzt treffe ich noch Jutta und Ute auf der Straße. Sie bummeln auch von Geschäft zu Geschäft und schauen mal hier und mal dort. Sie haben außer dem Supermarkt seit Ende Februar keine geöffneten Geschäfte gesehen.

Yesss! Shopping geht wieder.

Ich überrede die beiden, gemeinsam eine Runde mit der Straßenbahn zu fahren. Sie sind überrascht, dass die Mitfahrt kostenlos ist.

Ute vor der Tram

Kaum sitzen wir in der abfahrbereiten Tram, macht mit Jutta auf das Bierfachgeschäft aufmerksam. Es ist mir schon vor Wochen aufgefallen, aber es hatte ja die ganze Zeit geschlossen. Als ob die Bierversorgung nicht zur Grundversorgung gehören würde. Gespenstig.

Beer World empfängt wieder Kunden.

Jutta hat sichtlich Gefallen an der kleinen Runde mit der Straßenbahn.

Jutta fährt Straßenbahn

Fahrer, Schaffner, Chefdesinfektor und noch eine Angestellte der Straßenbahnbetriebe tummeln sich im Fahrzeug. Heute ist der erste Betriebstag. Die Personale lachen und scherzen mit Passanten, Ladenbesitzern und mit und über uns. Touristen! Sie sind wieder da.

Kein Mindestabstand! Die Schaffnerin wird böse.

Wir fahren an einer Gruppe Männer vorbei, die ohne Sicherheitsabstand nebeneinander stehen. Die Schaffnerin ruft ihnen rüber, dass sie zwei Meter Abstand einhalten müssen. Dann lachen alle gemeinsam. Es kommt mir vor, als ob ein wichtiger Baustein Normalität in die Stadt zurückgekehrt ist.

Schuhe shoppen.

Wir werden an der Endhaltestelle rausgeworfen, es war die letzte Fahrt des Tages. Da hatten wir ja ein Riesenglück. Gemeinsam spazieren wir zurück in die Fußgängerzone. Gemeinsam bis zum ersten geöffneten Schuhladen. Dann muss ich Ute und Jutta leider verlassen. Eigentlich wollte ich Katzen fotografieren und filmen gehen. Statt dessen habe ich Menschen fotografiert. Es war ein schöner Nachmittag.

Auch die Scientologen haben sie heute vor die Tür gelassen. In Ganzkörperoveralls haben sie die Fußgängerzone unsicher gemacht. Müssen sie die Overalls jetzt zu Werbezwecken tragen oder damit man sie auf der Insel immer wiederfinden kann, falls sie davonlaufen.

Mit den Klamotten würde ich bei 32°C im Schatten nicht herumlaufen wollen. Ein Scientologe mit Freewinds-Aufdruck.

Hinsichtlich Corona hat sich heute auch etwas getan. Auf Aruba sind noch neun Personen erkrankt. Ein 70-jähriger Mann ist gestern an Covid-19 gestorben, damit sind es jetzt drei Tote. Die Gesamtzahl der Infektionen bleibt bei 101.

Farben in Saint Nicolas

Dies ist der versprochene Beitrag mit den Bildern aus Saint Nicolas. Ich verzichte weitestgehend auf eine Kommentierung und möchte die Bilder alleine wirken lassen. Außerdem hat mir Lel zwar zu einigen der Graffiti etwas erzählt, ich konnte mir das alles aber gar nicht merken.

Die beiden Augen sitzen tief in ihren Augenhöhlen. Davor ist die Nase als Balkon. Dieses Bild gefällt mir ganz besonders gut, es passt einfach besonders gut zu dem Gebäude.

Ganz verstanden habe ich die Erklärung zu diesem Bild nicht. Es stellt wohl einen Widerstandskämpfer dar, der hinter Gittern sitzt. Leider ist bei mir untergegangen, wogegen bzw. wofür er gekämpft hat.

Die Motive sind jedenfalls alle von der Insel Aruba. Ob es sich um Glücksspiel handelt oder um die dargestellte Tierwelt. Wenn ich mal eine Mauer mein eigen nenne, lasse ich sie durch einen der Künstler aus Aruba besprühen. Mit einem Adler.

Adler

Aruba von oben

Leider wurden die Helikopterflüge rund um Aruba eingestellt. Der Landeplatz ist nur 100 Meter von Sissi entfernt. Ich hätte leicht einen Rundflug buchen können. Für nur 400 US$ wird man 10 Minuten lang geflogen.

Deswegen muss mich Lel auf einen Hügel bringen, damit ich mal den Überblick von oben bekomme. Auf unserem Weg nach Saint Nicolas fährt er mich über eine unbefestigte Straße auf einen Hügel hinauf, auf dem sich ein gigantischer Wassertank befindet. Aruba hat kein eigenes Wasser, das Trinkwasser wird durch Meerwasserentsalzung gewonnen. Wie auf Sissi auch. Die Aussicht ist schön.

Aruba von oben

Der Blick reicht bis zur Küste. Ich ärgere mich ein wenig darüber, meine Kamera an Bord vergessen zu haben. Alle Fotos auf dem Ausflug muss ich mit dem Telefon machen. Das Funktioniert bei Weitwinkelaufnahmen noch sehr gut, mit dem Teleobjektiv kommt leider immer wieder Pixelbrei heraus. Trotzdem zeige ich das folgende Bild:

Seit Wochen fährt dieses Kriegsschiff die Küste von Aruba entlang

Seit Wochen kann ich immer wieder beobachten, wie dieses Kriegsschiff an der Küste auf- und abfährt. Es ist ein paar Tage vor dem Beginn einer US-Militäraktion in Venezuela gekommen und seitdem nicht mehr verschwunden.

Blüte?

Entwickelt sich hier etwa eine Kaktusblüte? Das habe ich so in freier Wildbahn noch nicht gesehen. Ein bunter Fleck auf einer unter unzähligen Kakteen.

Lel

Wir verlassen den Hügel wieder und fahren weiter in Richtung Saint Nicolas. Wie viele Farben mich dort erwarten, kann ich mir jetzt noch nicht vorstellen. Gleich am Ortseingang ist das Gebäude der Feuerwehr. Hier ist auch gleich das erste Graffiti.

Für die anderen wird es einen separaten Blogbeitrag geben.

Feuerwehr

Aruba nur für mich

Es ist nicht so leicht für einen Außenstehenden, sich das Leben auf einem Segelboot vorzustellen. Schon gar nicht in der aktuellen Situation mit den geschlossenen Grenzen in den meisten Ländern. Mein arubanischer Bekannter Lel kann sich das auch vorstellen. Er glaubt, ich sitze den ganzen Tag auf dem Boot herum und schlage die Zeit tot.

Totschläger

Die Zeit schlage ich nicht tot. Stattdessen mache ich mit meinem Totschläger die Fliegen im Dutzend platt. Tag für Tag. Manchmal glaube ich, ich habe die Fliegenpopulation auf Aruba schon ausgerottet. Dann sehe ich für mehrere Stunden keine Fliegen auf Sissi. Allerdings kommen auch auf Aruba mindestens 100 Fliegen zur Beerdigung, wenn man eine einzelne plattgemacht hat.

Lel steht jedenfalls vor ein paar Tagen am Steg und fragt mich, ob ich nicht Lust auf eine Rundfahrt über die Insel habe. Er hat im Augenblick nicht besonders viel zu tun. Ich freue mich sehr und frage ihn, ob wir zum Arikok Nationalpark fahren können. Dort kann man nämlich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren.

Der Nationalpark ist geschlossen.

Der Park befindet sich im Südosten der Insel. Wir haben aber nicht genug nachgedacht, denn natürlich ist der Park wie alle anderen öffentlichen Einrichtungen geschlossen. Landschaftlich sieht es wie auf Bonaire aus – Staub und Kakteen.

Windräder säumen die Straße in den Park

Schade, aber wir können das nicht ändern. Ich werde noch einmal wiederkommen, wenn der Park wieder geöffnet hat. Wir fahren zurück und an der Küste entlang in Richtung Saint Nicolas. Dabei biegen wir immer wieder von der Hauptstraße ab und Lel zeigt mir den einen oder anderen schönen Ort.

Ostküste

Aruba wird an der Ostküste vom Atlantik aufgegessen. Auf der Ostseite verliert die Insel immer mehr Substanz. Der Atlantik bearbeitet die Küstenlinie mit seiner ganzen Gewalt und trägt den Boden ab. Dafür wächst Aruba auf der Westseite. Die dem Ozean abgewandte Seite wird größer und größer. Die Insel ist also ganz langsam unterwegs.

Denkmal

Die Inschrift auf diesem Denkmal lautet: “TO ALL SEAMAN”. Ich fühle mich sofort angesprochen und versuche herauszufinden, wer Charles Brouns Jr. war, dem man mit diesem riesigen Anker gedenkt.

Gemeint sind mit dieser Inschrift gar nicht die Seeleute, sondern alle Arubaner, egal wo sie sich auf der Welt befinden. Charles Brouns Jr. hat wohl einiges für die Wirtschaft von Aruba getan, indem er den Tourismus angekurbelt hat.

Baby Beach

Baby Beach ist einer der beliebtesten Strände im Süden von Aruba. Normalerweise wäre kein Platz für die Möwen zwischen den Badehandtüchern. Nur vereinzelt kann ich Menschen sehen. Die Leute haben sich zwei Liegestühle aufgestellt, das ist nach geltender Gesetzeslage nicht so richtig erlaubt.

Unerschrockene Badende

Man darf ins Wasser gehen. Es ist nicht verboten, im Sand zu sitzen, wenn der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Bei der Nutzung von Liegestühlen kommt die Polizei. Es ist nicht erlaubt, sich im Liegestuhl am Strand auszuruhen. Das sind die derzeit geltenden Spielregeln.

Lel am Baby Beach

Lel hat bis vor ein paar Jahren im Restaurant am Baby Beach gearbeitet. An einem schönen Tag kam eine Familie aus den Niederlanden zum Strand. Sie hatten ihr Auto vollgeladen mit Strandutensilien, Liegestühlen, Kühltaschen und einem Baby im Kindersitz. Sie mussten mehrmals laufen, um all ihre Sachen an den Strand zu tragen. Dabei hat eine Windbö die Tür des Wagens zugeworfen. Das Auto war nun verschlossen, das Baby saß noch im Fahrzeug in seinem Kindersitz. Die Freude war groß, als Lel nach ein paar Minuten das Auto aufbrechen konnte. Lel zeigt mir Fotos mit der Familie und dem Baby. Das ist inzwischen ein Kleinkind und die Familie kommt immer noch regelmäßig nach Aruba.

Anschließend fahren wir nach Saint Nicolas. Dort mache ich Dutzende Aufnahmen von Graffiti an Hauswänden und Mauern. Es sind so viele Aufnahmen, dass die Malereien in Saint Nicolas ihren eigenen Beitrag im Blog bekommen werden.

Graffiti in Saint Nicolas

Als Lel mich wieder vor der Marina absetzt, fühle ich mich erfrischt. Es tut sehr gut, aus der Marina und ihrer Umgebung herauszukommen. Der Ausflug hat mein Gehirn erfrischt. Ich lade ihn für die kommende Woche zum Abendessen auf Sissi ein.

Paardenbaai

Schon an unserem ersten Tag in Oranjestad sind uns viele blaue Pferde aufgefallen, die dort scheinbar an jeder Ecke stehen. Wir haben sie in der Fußgängerzone genau so gefunden wie vor dem Parlamentsgebäude oder den Spielcasinos.

Wir haben die Pferde ziemlich wenig beachtet. Immerhin war Oranjestad über mehr als drei Jahrhunderte das Zentrum des Pferdehandels in der Karibik. Der arubanische Künstler Osaira Muyale hat ihnen in den Jahren 2014 und 2015 ein Denkmal gesetzt. Oder vielmehr acht davon. In der gesamten Innenstadt wurden acht dieser Pferde aufgestellt.

Rosalinda

Jedes Pferd hat natürlich einen Namen. Hier sehen wir Rosalinda. Außerdem gibt es noch Saturnina, Bonifacia, Eufrosina, Celestina, Sinforosa, Escapia und Ambrosio. Neben jedem Pferd befindet sich eine Informationstafel, die auf Englisch und Papiamentu über einen Aspekt der Geschichte informiert.

Text zu Rosalinda.

Wem das Lesen des Texts auf Englisch zu anstrengend ist, der kann einfach die Webseite des Projekts besuchen. Dort gibt es die Texte auch auf Englisch, sie lassen sich dann aber sehr einfach mit einem Übersetzungsprogramm im Internet übersetzen.

Der Pferdehandel auf Aruba begann ca. im Jahr 1500 während der spanischen Besetzung der Insel. Die indigenen Völker kannten die Pferde nicht und fanden sie furchteinflößend. Paardenbaai heißt “Pferdebucht”. Das war der frühere Name der Ortschaft, die heute Oranjestad heißt.

Saturnina

Wenn die Pferde mit dem Schiff angekommen sind, wurden sie einfach von den Matrosen ins Wasser geworfen. An strategisch wichtiger Stelle hat man dann andere Pferde platziert, die die Neuankömmlinge an die richtige Stelle des Ufers geleitet haben. Lustige Methode des Löschens lebendiger Ladung.

Bonifacia (vorne) und Celestina

Im Prinzip konnten sich die Pferde auf Aruba frei bewegen, so wie die Esel heute noch auf Bonaire. Sie wurden in mehreren Herden gehalten. Aruba war eine Savanne und Graslandschaft. Bonifacia und Celestina stehen übrigens direkt vor dem Parlamentsgebäude.

Celestina

Unter der Herrschaft der Niederländischen Westindischen Kompanie (1636-1792) war eine der wichtigsten Aufgaben der Kommandanten die Fortsetzung der Pferdezucht. Die gesamte Tierzucht galt als der wichtigste Wirtschaftsfaktor und Pferde als wichtiges Exportgut.

Eufrosina

Die Pferde waren in jener Zeit auch bei den Piraten sehr beliebt. Aruba wurde mehrfach von französischen und englischen Piraten überfallen, eine anständige Festung zur Verteidigung gab es nicht.

Sinforosa

Zwischen 1792 und 1816 war Aruba nicht in niederländischem Besitz, sondern gehörte wechselweise zu Frankreich oder England. Engländer und Franzosen haben sich nicht um die Zucht, sondern vor allem um den Abtransport der Tiere gekümmert. Als die Niederlande es wieder in Besitz nahmen, gab es praktisch keine Pferde mehr. Aufblühen konnte der Pferdehandel auch nicht mehr, denn auf Aruba gab es kurze Zeit später einen Goldrausch.

Escapia

Die Pferde sind übrigens blau, weil der Künstler sie in der Farbe des karibischen Meeres gestrichen hat. Geliefert wurden sie mit Schiffen und durften dann selbst aus dem Wasser an Land steigen. Mir gefällt die Metapher.

Jetzt laufe ich mit anderen Augen durch Oranjestad. Ich bin sehr froh, mich mal um die blauen Pferde gekümmert zu haben.

Ambrosio

In einem anderen Land zu einer anderen Zeit

Es ist nicht leicht, diese Tage so zu verbringen, dass man nicht blöd im Kopf wird. Der tägliche Gang zum Supermarkt wird zu einem der Höhepunkte des Tages. Obwohl die Marinadusche, die Personaldusche des angrenzenden Hotels, eine ganz miese Aufenthaltsqualität hat, ist der Besuch dort ein weiterer Höhepunkt. Gestern habe ich fünf Stunden am Herd verbracht und ein Abendessen für die Chapo und uns gezaubert. In der ganzen Zeit habe ich Jens mit Küchengerüchen gequält. Das Ereignis war ein auf knackigen Karotten zartrosa gebackener Rinderbraten mit einem Riesenberg knuspriger, mit ein wenig Parmesan verfeinerter Kartoffelpuffer. Zugegebenermaßen wurde der Braten mehr rosa als zart, aber es hat allen geschmeckt. In den letzten Tagen bekochen wir uns gegenseitig.

Positiv an der Situation ist, dass wir zu Dingen kommen, die wir seit Monaten haben liegen lassen. In Lissabon haben wir viele Videos gemacht, geschnitten und veröffentlicht haben wir bisher nichts. Während ich am Herd stand, hat Jens sich mit dem Videoschnitt beschäftigt. Und nun haben wir ein kleines Video von Lissabon mit – ähm – geringem Straßenbahnanteil. Die Straßenbahn dort ist meiner Meinung nach ein rollendes Denkmal.

Auf der anderen Seite des Atlantik, ein halbes Dutzend mit Touristen voll beladener Kreuzfahrtschiffe vor der Stadt, geöffnete Bars und Restaurants, Menschenmassen walzen sich durch die Innenstadt, klumpen sich vor dem Aufzug in die Oberstadt oder quellen aus voll besetzten Straßenbahnen. Ich habe mir das Video zwei oder dreimal angesehen. Nicht wegen der tollen Aufnahmen mit der wackeligen Handkamera. Nicht wegen der phantastischen Filmmusik (Gema-frei). Nicht, weil ich sonst nichts zu tun habe. Ich habe mich am Leben auf den Straßen erfreut.

Ist die Szene bei 3 Min 46 Sekunden als Ausblick in die Zukunft zu verstehen? Wie sieht das Leben in der Öffentlichkeit in einem halben Jahr oder einem Jahr aus?

Busfahren auf Aruba – wir fahren nach Lourdes

Auf Aruba gibt es einen gut ausgebauten ÖPNV. Von Oranjestad aus kann man mit dem Bus über die ganze Insel reisen. Eine Einzelfahrt kostet unabhängig von der Entfernung 2,60 US$. Für das Geld bekommt man eine ganze Menge Busfahren, der Preis ist vollkommen in Ordnung.

So spazieren wir zum zentralen Busbahnhof und nehmen die Linie nach San Nicolas, ganz im Süden der Insel. Die Busse sind recht neu, haben eine brutal gute Klimaanlage und im Inneren läuft, wie überall in der Karibik, natürlich Reggaemusik.

Wir steigen aus und sehen auf der Straße ein Hinweisschild zur Grotte von Lourdes. Das klingt interessant, schon weil das Schild in Richtung des Naturparks zeigt, den wir besuchen wollen. Leider gibt es keine Buslinien zum Naturpark, also gehen wir in der knallenden Sonne zu Fuß.

Straße in San Nicolas

Außer uns blöden Touristen ist kaum ein Mensch auf der Straße zu sehen. Alle verbringen die heißesten Stunden des Tages irgendwo im Schatten.

Auch wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und stärken uns mit selbst gebackenem Brot, auf dem der in Bonaire gekaufte, im Kühlschrank von Sissi gründlich nachgereifte französische Rohmilchcamembert schon beinahe ein Eigenleben entwickelt. Den riecht man wahrscheinlich quer über die ganze Insel, er ist aber super lecker.

Lustig. Jens kaut ein Brot. Das ist immer für einen feinen Gesichtsausdruck gut.

Immer weiter laufen wir aus dem Ort in Richtung Naturpark. Die Landschaft unterscheidet sich kaum von der Landschaft auf Bonaire, nur gibt es hier weniger Vögel zu sehen – warum auch immer. Dann erreichen wir endlich die Grotte.

Schild am Eingang

Vor der Grotte, die immerhin sogar auf dem großen Wegweiser an der Hauptstraße aufgeführt ist, steht nicht ein Auto. Auch kein Reisebus. Niemand. Nur die Sonne brennt. Es gibt keinen Ticketschalter und es kostet auch keinen Eintritt. Wir erklimmen die Stufen.

Lourdesgrotte

Nun wissen wir Bescheid. Die Lourdesgrotte ist relativ klein und gut eingezäunt. Blumen und Kerzen zeigen, dass sie regelmäßig benutzt wird.

Lourdes

Nach ein paar Minuten haben wir genug gesehen. Es ist eine Mischung aus Religion und Tristesse. Wir fotografieren noch ein wenig, dann machen wir uns auf den Weg und gehen in der Hitze wieder zurück zur Bushaltestelle.

Dort steht glücklicherweise ein Baum, unter dem wir im Schatten auf unseren klimatisierten Transport nach Oranjestad warten können. Auch auf Aruba regnet es selten.

Kakteen bei der Grotte

Geisterstadt Oranjestad

Geisterzug – nur mit Fahrer und Schaffner besetzt. Normalerweise sitzen da noch viele Kreuzfahrer drin.

Manchmal gehen Wünsche in Erfüllung. Manchmal werden Träume wahr. Wenn du regelmäßig in diesem Blog liest, ist dir sicher nicht entgangen, dass ich bei vielen Begegnungen mit Kreuzfahrtschiffen etwas zu meckern habe. Sie stinken, sie fluten die Ziele mit Menschen, sie halten sich nicht an die Verkehrsregeln auf See, sie sehen scheiße aus und verbauen auch noch oft den Blick auf die Landschaft oder den Horizont. Ich habe mir immer eine Welt ohne Kreuzfahrer gewünscht.

Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Im Augenblick haben wir unsere Ruhe vor den Kreuzfahrtschiffen.

Kreuzfahrerterminal in Oranjestad – hier liegen normalerweise jeden Tag zwei Schiffe

Der Grund dafür, dass in den nächsten vier Wochen keine Kreuzfahrer nach Aruba kommen, ist natürlich inzwischen jedem bekannt. Es liegt am Coronavirus. Auch Flüge nach Europa sind abgesagt.

Plakat mit Verhaltensregeln

In den umliegenden Ländern wurden die Grenzen geschlossen. Wir Segler fahren normalerweise dort hin, wo uns der Wind hinbläst. Dann gehen wir zu den Behörden, füllen einen riesigen Berg Formulare aus und bekommen Stempel in unsere Pässe. Anschließend sind wir im Land und können tun und lassen, wozu wir Lust haben.

Wir lesen im Internet, dass in Europa ein Land nach dem anderen seine Schlagbäume herunter lässt. Das ist auf den Inseln in der Karibik nicht anders. Deswegen bleiben wir erst einmal hier und harren der Dinge, die uns in den nächsten Wochen erwarten. Mir ist klar, dass das Jammern auf einem recht hohen Niveau ist, denn wir sind an einem sehr schönen Ort, haben Zugang zu guter Versorgung in Infrastruktur und hätten im Fall der Fälle auch eine ordentlich ausgestattete Klinik zur Hand. Es bereitet uns aber keine Freude. Wir sind auch mit unseren Gedanken bei Familie und Freunden in Deutschland.

Leere Fußgängerzone in Oranjestad

Viel ist in Zeitungen und Zeitschriften zu lesen, dass sich das Virus auf die Wirtschaft auswirken wird. Dass es irgendwann die meisten Menschen bekommen werden. Über die Gefährlichkeit wird viel spekuliert und die Entwicklung eines Impfstoffs wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Es wird viel Panik geschürt, Halbwissen beherrscht den virtuellen Raum im Netz, blöde Witze werden gerissen.

In Oranjestad sehen wir überdeutlich, dass ein Schaden für die lokale Wirtschaft sofort eintreten kann. Die Fußgängerzone ist leer, die Geschäfte sind es auch.

Leeres Geschäft, sie sehen jetzt alle so aus.

Die Welt hat sich innerhalb weniger Tage verändert. Wir haben nun einen anderen Planeten. Teilweise drehen verrückte Politiker am Rad, setzen krude Theorien in Umlauf und zeigen mit ihren Fingern auf andere Länder, anstatt sich um die Eindämmung der Seuche zu kümmern.

Die verunsicherten Menschen reagieren mit Handlungen, die sie unter normalen Umständen niemals ausführen würden. Wer (außer uns Seglern) braucht für mehrere Monate Toilettenpapier im Haus? Unser Vorrat würde bis Australien reichen. Wer isst eigentlich gerne Dinkelnudeln? Und wer ist so bekloppt, sich die Nase mit Essig auszuwaschen?

Die Kassiererin im Supermarkt gleich um die Ecke unserer Marina trug gestern eine OP-Maske und Gummihandschuhe. Vor der Kasse stand ein Teller mit aufgeschnittenen rohen Zwiebeln. Vernunft und Wahnsinn direkt nebeneinander.

Ich will hoffen, dass der Planet in den nächsten Wochen wieder zur Normalität zurück findet. Wir hängen fest, wir können nicht weiter. Die Lage kann sich jeden Tag, jede Stunde ändern. Wenn wir weiter fahren, können wir uns nicht sicher sein, dass wir am Ziel auch in den Hafen gelassen werden. Dazu haben wir zu viele Berichte aus erster Hand von anderen Seglern bekommen, die es am eigenen Leib erfahren haben.

Für meine persönliche Stimmung ist das Gift. Für unsere Pläne ist es sehr, sehr unglücklich. Für die Menschen hier in Oranjestad ist es eine Katastrophe.

Der Zug ist abgefahren.

Für ein Leben ohne das neue Coronavirus ist der Zug jedenfalls abgefahren.

Straßenbahn fahren auf Aruba

Darauf habe ich mich sehr gefreut. Wir sind auf Aruba und dort gibt es eine Straßenbahn. Ich hatte schon lange keine Schienen mehr unter dem Arsch, das letzte Mal war das auf Teneriffa, auf der anderen Seite des Atlantik und im vergangenen Jahr. Das bringt mir durchaus Entzugserscheinungen. Deswegen bin ich froh, dass wir bei der karibischsten aller Straßenbahnen angekommen sind.

Ein paar technische Daten zur Straßenbahn gibt es auf Wikipedia. Die schreibe ich jetzt nicht ab, bei Interesse klickst Du einfach auf den Link.

Blaue Straßenbahn kommt vom Kreuzfahrerterminal

Wir haben tatsächlich das Glück, an einem Tag drei verschiedene Fahrzeuge zu sehen. Das ist ein ganz guter Wert, denn es gibt insgesamt nur vier Wagen, die die knapp zwei Kilometer lange Strecke befahren.

Rote Bahn an einer der vielen Einkaufsmalls

Eigentlich ist die Bahn in Oranjestad keine Straßenbahn, sondern mehr ein Karussell. Sie hat keinerlei Bedeutung für den ÖPNV, sondern dient nur dazu, die Kreuzfahrttouristen vom Kreuzfahrerterminal in die Einkaufsstraße zu bringen und vice versa.

Orange Tram auf Personalfahrt

Die Fahrt im Karussell kostet nichts. Man kann einfach einsteigen und mitfahren. Das finde ich klasse. Der Spaß wird vermutlich von den Geschäftsleuten in der Innenstadt finanziert, denen die Kreuzfahrer vor die Tür gefahren werden.

Jens fotografiert die blaue Tram

Die schöne Form der Fahrzeuge hat sogar Jens motiviert, mal wieder sein Kameraobjektiv auf ein Schienenfahrzeug zu halten. Ich quäle ihn jeden Abend mit einer Folge Eisenbahnromantik aus der ARD Mediathek. So langsam zeigt das Früchte.

Rote Tram unter Palmen

Das rote Fahrzeug ist jedenfalls viel schöner anzusehen als das blaue. So wie fast immer. Die leuchtenden Farben gehen auch, wenn die Sonne sich hinter Wolken versteckt. Schade, dass der orange Wagen nicht regelmäßig fährt.

“Notfoto” des orangen Wagens. Er kam viel schneller zurück, als ich es erwartet habe.

An der Ausweiche haben wir uns länger aufgehalten und fotografiert. Es ist nicht nur das Bild von Jens beim Fotografieren entstanden, sondern auch ein Bild des roten Fahrzeugs.

Rote Tram in der Ausweiche

An der Endhaltestelle haben die Züge immer ein paar Minuten Pause. Die Straßenbahnfahrerin ist dort in ein Cafe gegangen. Wie immer muss man dem Personal nachlaufen, dann findet man auch gutes und günstiges Essen. Wir konnten leckere Schinken-Käse-Sandwiches jagen, die einem nicht alle Dollars aus dem Portemonnaie gezogen haben.

Endstation

Nach diesem Foto von der blauen Tram an der Endhaltestelle wolle ich noch ein Bild des roten Zugs machen. Der Fahrer hat mir aber das Handy aus der Hand gerissen, Jens und mich an seinen Arbeitsplatz geschickt und uns erst einmal fotografiert.

Das sind wir.

Anschließend hat er sich zu seiner wohlverdienten Pause in den Schatten begeben. Das wäre ein Job nach meinem Geschmack. Eine Viertelstunde arbeiten, dann eine Viertelstunde Pause. Die machen sich nicht kaputt.

Wohlverdiente Pause an der Endhaltestelle

Wenn wir von der Marina zum Kreuzfahrerterminal laufen, können wir die Straßenbahn nehmen und in die Nähe einer Metzgerei fahren. Dann bekommt die Straßenbahn einen verkehrlichen Zweck. Zurück laufen wir dann aber von der Metzgerei in die Marina, weil der Weg kürzer ist und das Fleisch nicht verderben soll.

Wir fahren zum Metzger

Weil es so viel Spaß gemacht hat, haben wir ein kleines Video gedreht und geschnitten. Also ich habe gefilmt und Jens hat es zusammen geschnitten. Das beste war der Fahrer, der erst nicht über das Handy drüberfahren wollte. Da wir noch ein paar Tage in Aruba sind, werden wir noch die eine oder andere Fahrt unternehmen.

Genauer gesagt, ich werde die eine oder andere Fahrt noch mitmachen. Ob Jens dabei ist, weiß ich nicht. Ich muss ihm noch ein paar Folgen Eisenbahnromantik um die Ohren hauen.