Abgefahren: Salty und Joint Venture II

Der Wind ist wieder da. Seit heute Mittag weht er über Sao Vicente, gibt in den heißen Stunden am Mittag Erfrischung und Kühlung in den Gassen von Mindelo. Schon gestern hat sich auf vielen Segelbooten in der Nachbarschaft eine rege Betriebsamkeit ausgebreitet. Die Boote wurden innen und außen gewaschen, Tonnenweise Waren aus den Supermärkten wurden an Bord geschafft. Abfahrtstermine wurden reihenweise am Steg diskutiert.

Der Wind wird Stunde um Stunde stärker und stetiger. Er hält sich an die Wettervorhersage. Björn, Marieke und Merlin haben aus der Marina ausgecheckt und die letzten Grüße über das Wlan der Floating Bar versendet.

Die Salty-Crew hat alle Formalitäten hinter sich und ist auf dem Weg zum Boot

Wir wünschen uns gegenseitig alles Gute für die Überfahrt. Dann helfen wir, die vielen Leinen der Salty zu lösen. Vorher muss natürlich noch ein Foto sein.

Eine gewisse Anspannung vor der Überfahrt ist in den Gesichtern zu sehen

So ernsthaft, wie die drei auf dem obigen Bild gucken, wollte ich das dann aber nicht alleine ins Blog stellen. Wie werden wir wohl schauen?

Es geht los!

Eine der Vorleinen war zunächst widerborstig. Dann konnten wir sie lösen und Salty war frei. Wir haben auf Martinique eine Verabredung! Wir wünschen euch eine traumhaft schöne Überfahrt.

Auf dem Weg in die Karibik

Ein weiteres deutsches Boot hat sich heute auf den Weg in die Karibik gemacht, die Joint Venture II. Wir haben die Crew schon in Santa Cruz kennen gelernt und uns über das Wiedersehen hier gefreut. Sie wollen nach Barbados, genau wie wir, und müssen aber am 16. Januar schon dort sein. Ein Crewmitglied hat den Heimflug schon gebucht.

Auch hier ist großes Hallo am Steg, es kommen immer viele Segler zu einem solchen Abschied. Bei uns wird wohl keiner stehen und winken, unsere neuen Bekannten und Freunde fahren alle vor uns.

Abfahrt der Joint Venture II

Am Abend sehen wir die Joint Venture wieder am Steg liegen. Ein wichtiges Teil der Windfahnensteuerung war gebrochen, auf See nicht zu reparieren. Sie mussten drei Meilen hinter Mindelo umdrehen. Das Ersatzteil konnten sie heute noch beschaffen, morgen früh geht es wieder los.

Wenn einem die Arbeit ausgeht…

…dann schafft man sich eben wieder welche heran. Diesen Beitrag habe ich am 3. Dezember 2019 geschrieben. Ich veröffentliche ihn erst heute, damit es auch noch etwas zum Lesen gibt, so lange wir über den Atlantik cruisen.

Jens und ich haben die Sissi für die Atlantiküberquerung schön hergerichtet. Sogar unser Deck ist schon zur Hälfte mit frischer weißer Antirutschfarbe gestrichen. Es ist allerdings eine saublöde Idee, das Deck an einem der drei Regentage zu streichen, die es im Jahr auf Lanzarote gibt. Das werden wir wohl noch einmal wiederholen müssen.

Chapo Elektrik

Bei den Chapos ist in der Vergangenheit immer wieder der Autopilot ausgefallen. Mal dauerte es ein paar Minuten, mal ein paar Minuten länger, dann lärmte der Alarm. Ich habe angeboten, mal nach dem Kurshalteinstrument zu schauen. Ich habe es hinterher bereut.

Merke: Fummele niemals auf anderer Leute Booten an der Elektrik herum!

Jutta und Charly haben ein Schiff gekauft, bei dem die Elektrik durch einen Profi komplett überholt worden ist. Das hat (nach Angaben des Voreigners) über 3000€ gekostet.

Profimäßig waren die verwendeten Kabel durchaus. Sie begannen an einem schönen Philippi Schaltpaneel mit über 30 abgesicherten Schaltern. Die Kabel gingen mit wunderhübschen Adernendhülsen auf eine Klemmleiste und von dort aus weiter in einen Kabelkanal. Damit das alles schöner aussieht (einen anderen Zweck kann es nicht haben) waren alle Kabel mit Hilfe von Kabelbindern zu einem traumhaft ordentlichen Kabelbaum zusammen gebunden. Blöderweise waren von den Schaltern nur zwei oder drei beschriftet.

Im Kabelkanal war alles voll. Jeder Quadratmillimeter war zugestopft mit Kabeln – mit lebenden und mit toten Kabeln. Der Vollprofi hat bei der Installation die toten Kabel nicht entfernt, sondern nur abgeschnitten.

Charly und ich haben stundenlang versucht, die toten Kabel zu entfernen. Bei einem guten Teil ist uns das gelungen, ein anderer Teil steckt noch drin, den hätten wir nicht zerstörungsfrei herausbekommen.

Anschließend habe ich noch ein weiteres (unklar beschriftetes) Schaltpaneel am Navigationsplatz entkabelt, bevor es möglich war, dem Verlauf der Stromkabel einigermaßen zu folgen. Die Neuverkabelung hat dann nur wenige Stunden in Anspruch genommen. Scheinbar fest verschraubte Massekabel sind mir beim festen Anschauen in die Hände gefallen, die Leitung zum Autopiloten hatte mindestens drei fliegende Verbindungen – alle mit Wackelkontakten.

Nach Abschluss der Arbeiten kann ich nicht sagen, ob der Autopilot in Zukunft noch so oft aussteigt, vielleicht habe ich nicht alle Wackelkontakte gefunden. Die Chancen sind etwas besser geworden.

Chapo Elektrik hinterher – jetzt ein wenig übersichtlicher

Die Schalter sind nun eindeutig beschriftet. Die Stromverteilung auch. Die Kabel haben Kabelschuhe und keine Wackelkontakte mehr. Wir haben etwa 50 Meter Kabel entfernt und 5 Meter neu verlegt. Ich drücke Jutta und Charly die Daumen, dass alles jetzt stabiler läuft. Dafür traut sich Charly nun zu, im eventuellen Fehlerfall selbst auf die Suche zu gehen. Es ist alles übersichtlicher geworden.

Wenn du auf anderer Leute Booten an der Elektrik schraubst, dann nur bei Freunden!

Den Profi-Elektriker würde ich aber gerne mal in meine Finger bekommen…

1. Advent

Mit ein paar Tagen Verspätung schreibe ich diesen Beitrag zum ersten Advent. Der war vorgestern. Schon in Deutschland finde ich weihnachtliche Stimmung ziemlich doof, hier wirkt es noch skurriler. Bei 28°C am ersten Advent. Wir fühlen uns auch ohne Weihnachten wohl.

Apothekenthermometer in Playa Blanca

Um den Tag gebührend zu begehen, haben wir entschieden, gemeinsam mit den Chapos die Tapas Bar in Yaiza zu besuchen, die Jens und ich schon vor unserem Flug nach Frankfurt entdeckt haben. Der Besuch stand noch aus.

Wir spazierten gemütlich zur zentralen Bushaltestelle in Playa Blanca und haben nur wenige Katzen auf dem Weg zum Bus gestreichelt. Wenn wir sie alle gestreichelt hätten, wären wir nicht pünktlich zur Abfahrt da gewesen. Dann waren es nur noch 15 Minuten Busfahrt und wir standen vor der Tapas Bar.

Der Laden brummt

Anfangs bekamen wir gar keinen Tisch, so voll war das Restaurant. Wir wurden in keinerlei Hinsicht enttäuscht. Innen waren keine dicken Briten oder Deutsche, sondern fast nur Einheimische, die mit ihren Familien das Sonntagsessen genossen. Den Tisch konnten wir nahtlos von einem italienischen Paar übernehmen und anschließend endlich zur Essensbestellung schreiten. Es war dringend, unsere Mägen knurrten lauter, als ein hungriger Pitbull. Eine Speisekarte gibt es nicht.

Essensbestellung

Die einfachen Speisen sind alle vorgekocht und warten auf die hungrigen Gäste. Man tritt an den Tresen und sucht sich aus, was man alles essen möchte. Dabei wurden wir als ausländische Gäste vom Wirt hofiert, der uns auch die Teller ordentlich vollgeladen hat. Diese wanderten dann in die Mikrowelle und fertig ist das Mittagessen. An den anderen Tischen duftete es schon verführerisch.

Die Mikrowelle ist klein, der Hunger war groß. So hatten wir den ersten Teller schon fast leer, als der Wirt uns den zweiten Teller an den Tisch getragen hat. Als Tischwein hatten wir einen Weißwein aus Lanzarote ohne Etikett. Es war der beste Wein, den wir bisher auf dieser Insel bekommen haben. Dazu gab es Fleischbällchen, Fisch, Nudeln, Gemüse, Kichererbsen, Kartoffeln, (…).

Ich bin ja nicht der Typ, der sein Essen fotografiert – wenn es nicht gerade Rippchen mit Kraut ist. Doch in dieser Bar konnte ich nicht anders. Alles ist ganz einfach gehalten und alle Speisen sind extrem lecker. Jens und ich haben entschieden, dass wir noch einmal dort hinfahren müssen. Außerdem möchte ich dem Wirt zwei oder drei von diesen Weinflaschen abschwatzen.

Charly und Jens kommen aus der Bar

Für den Geldbeutel war dieses Essen eine echte Erholung. Für vier Personen kostete es mit Vorspeisengetränk, Wein und Tapas nur 45€. Ab jetzt ist es kein Geheimtipp mehr, denn es steht im Internet.

Der Volksmund spricht, dass man nach dem Essen ruhen oder tausend Schritte tun soll. Ruhen konnten wir nicht, also haben wir uns für einen Spaziergang entschieden. Bis der Bus wieder Richtung Playa Blanca fahren sollte, war noch über eine Stunde Zeit. So setzten wir die Ortsbesichtigung dort fort, wo wir vor zwei Wochen abbrechen mussten. Im Inneren der kleinen Kirche.

Kirche in Yaiza

Selbstverständlich steht in der Kirche eine Krippe. Die Kirche ist schön gestaltet und wirkt nicht überladen. Ein Besuch, der sich für uns gelohnt hat, denn auf der Rückseite der Kirche haben wir dann noch eine Art “Krippe” gefunden. Ich fand es total putzig, denn die Yaizaer (?) bzw. Yaizaner oder Yaizäner, also eben die Einwohner des Orts Yaiza, haben ein Miniatur-Lanzarote aufgebaut.

Miniatur-Lanzarote mit Vulkan

Eigentlich fehlt nur noch eine Märklin-Eisenbahn, um das Ensemble komplett zu machen. Ich kann darauf nur verzichten, weil es auf Lanzarote keine Schienen gibt. Um die Installation kann man komplett herum gehen und findet etwa die Salinen, den Ort El Golfo oder die Kochlöcher von Los Hervideros. Es ist alles da!

Christbaumkugeln

Wir machten uns einen Spaß daraus, weihnachtliche Grüße in die Heimat zu schicken. So zum Beispiel mit Zitronen als Christbaumkugeln. Die Chapos sammelten Zutaten für einen Adventskranz.

Jutta und Charly mit ihrem zukünftigem Adventskranz

Noch einmal vielen Dank für die Einladung zum Essen! Danke für den schönen Nachmittag, an dem wir so viel gelacht haben.

An einen so schönen Nachmittag darf natürlich die obligatorische Katze nicht fehlen. Diese hier lief immer wieder vor uns davon und hatte Angst. Irgendwann setzte sie sich endlich hin und beobachtete uns misstrauisch, wie wir eine Aufnahme von ihr angefertigt haben. Auch für den cat content war somit gesorgt.

Cat content

Satt und müde war es an der Zeit, sich an die Bushaltestelle zu bewegen. So richtig pünktlich sind die Busse nicht, die Wartezeit an der Haltestelle musste also überbrückt werden.

Entweder bin ich noch nicht so recht süchtig nach meinem Smartphone oder es liegt an meinem Telefonvertrag mit arg begrenztem Datenvolumen. Ich bin der einzige aus unserer Vierergruppe, der kein Handy in der Hand hält. Jutta hält ihres zum Fotografieren.

Warten auf den Bus

Nach Einbruch der Dunkelheit sind Jens und ich dann noch einmal durch Playa Blanca gelaufen, um die allerorten angebrachte Weihnachtsbeleuchtung in Aktion zu sehen. Wir wollten sehen, wie auf den Kanaren zu Weihnachten dekoriert wird.

Einkaufsmeile in Playa Blanca

Die Einkaufsmeile könnte überall in Europa sein. Dort finden sich dieselben Marken, wie sie auch in einer deutschen Fußgängerzone zu finden sind, ähnliche Chinashops und natürlich Souvenirläden an jeder Ecke.

Weihnachts”baum” am Ankerkreisel

Der “Baum” ist skurril. Ein Tannenbaumersatz auf einer Insel, die praktisch keine frei lebenden Bäume hat. Lachen mussten wir nicht, die beste Installation haben wir allerdings in einem Verkehrskreisel am Ortseingang gefunden. Eine Weihnachtswindmühle. Was das mit Weihnachten oder Lanzarote zu tun hat? Keine Ahnung.

Weihnachtsmühle

Es war genug, der erste Advent war fast vorbei. Also lenkten wir unsere Schritte wieder in die Marina, lichteten unterwegs noch eine wunderschöne Straßenkatze ab und horchten anschließend, was uns unsere Matratzen so zu flüstern hatten.

Gute Nacht, Katze!

Wir wünschen allen eine lustige Adventszeit.

Langfahrer und andere Segler

Ich habe in der Vergangenheit schon öfter von Langfahrern geschrieben und darüber die eine oder andere Aussage gemacht. Wir selbst rechnen uns auch dazu. Warum eigentlich? Und was unterscheidet Langfahrer bzw. Fahrtensegler von anderen Seglern? Andere Segler sind etwa die Regattasegler, die Chartersegler, die Wochenendsegler oder die Stegsegler… Diese Frage ist schon ein paar Mal in meiner Mailbox eingetroffen und ich möchte sie hier mit ein paar Bildern beantworten.

Hier, in der Marina von Lagos, liegen alle Typen von Seglern. Deswegen konnte ich mit der Kamera kurz durch die Marina laufen und ein paar Fotos machen. Ein Foto habe ich allerdings geklaut von der Webseite der Marina Kornati in Biograd, dort stehen über hundert Charterboote bereit. Alle sind gewienert und geputzt, sie warten auf den nächsten Charterkunden. Der freut sich über ein blitzendes, blinkendes Boot und hat einen schönen Urlaub.

Charterboote (Bild geklaut bei der Marina Kornati in Biograd)

Altmeister Bobby Schenk hat es auf seiner Homepage schon vor vielen Jahren erklärt. Die Fahrtensegler haben andere Prioritäten. Die Boote werden zumeist nicht gesegelt, sondern sie werden bewohnt. Gelegentlich verlegt man sie an einen anderen Ort, dort wohnt man wieder darauf. Das Segeln als solches tritt in den Hintergrund, es ist lediglich Mittel zum Zweck. Deswegen sehen Fahrtenboote meist nicht so blitzblank aus, sie haben andere Qualitäten.

Fahrtenboot

Bei diesem Exemplar aus Liverpool sieht man einen Windgenerator, Solarzellen und eine Menge Zusatzausstattung (Surfbrett, Hackenporsche, Dinghi, Spritkanister, Rettungsinsel, viele Antennen und und und….).

Die Zusatzausstattung ist in vieler Hinsicht auf den meisten Fahrtenbooten ähnlich. Ein wesentlicher Punkt ist die Energieversorgung. Charterboote werden zumeist von Hafen zu Hafen gefahren, selten über Nacht und die Zahl der Nächte in einer Ankerbucht ist überschaubar. Schon gar nicht bleibt der Charterkunde über einen längeren Zeitraum an derselben Stelle, dafür sind die Kosten viel zu hoch. Im Hafen gibt es eine Steckdose und deswegen braucht ein Charterboot weder Windgenerator noch Solarzellen.

Stromerzeugung

Fahrtenboote

Der Fahrtensegler wiederum möchte unabhängig von der Steckdose sein. Er hat dicke Akkus im Schiff verbaut und möchte diese möglichst immer nachladen, damit der Kühlschrank läuft und die Navigationsinstrumente funktionieren. Deswegen verziert er sein Boot mit allem, was irgendwie Strom in die Akkus pumpen kann. Ohne Strom ist nichts los. Der Chartersegler kann im Hafen den Wassertank aus dem Wasserschlauch füllen, der Watermaker des Fahrtenseglers braucht jede Menge Strom. In der Ankerbucht gibt es weder Steckdosen noch Wasseranschlüsse.

Dieselkanister

Reservesprit

Außer den regenerativen Energiequellen hat der Langfahrer nur den Dieselmotor (nebst dicker Lichtmaschine), um die Akkus wieder aufzuladen. Doch Diesel gibt es nur an der Tankstelle und die ist nicht in der Ankerbucht.Also führen die meisten Fahrtenboote noch mehr oder minder viele Reservekanister mit sich, um so lange wie möglich unabhängig zu sein. Wir auch.

Chartersegler, Regattasegler und Wochenendsegler kommen immer wieder an Tankstellen vorbei und können dort ihren Diesel nachfüllen. In meiner Zeit als Charterer habe ich immer vor der Rückgabe des Bootes getankt und mich gefreut, wenn ich in einer Woche weniger als 100 Liter Diesel verfahren habe. Mit 100 Litern Dieser kommen wir viele hundert Meilen weit, weil wir den Motor nur selten anwerfen. Wir haben – im Gegensatz zu Charterseglern – alle Zeit der Welt.

Drehbare Solarpaneele

Auf dem Foto rechts sind drehbare Solarpaneele zu sehen. So etwas haben wir auf der Sissi nicht, unsere sind starr nach oben gerichtet. Die Stromausbeute bei den drehbaren Paneelen ist natürlich besser, weil sie immer optimal zur Sonne eingestellt werden können. Das macht aber Arbeit, die wir uns sparen. Wir lösen das Problem durch die schiere Menge, die große Quadratmeterzahl unserer Paneele. Und wir könnten noch weiter aufrüsten…

Sissi – mit verbesserter Fahrtensegeloptik

Neben Windgenerator und Solarpaneelen sieht man am Heck von Sissi noch die Windfahnensteuerung. Die sieht man auch an 99% der anderen Fahrtenboote, denn ein elektrischer Autopilot verbraucht jede Menge Strom, mit dem man auch den Kühlschrank betreiben könnte. Sparsamkeit beim Strom ist auch so eine Priorität beim Fahrtensegeln. In Gesprächen am Steg, beim Grillen oder in der Hafenbar kommt man immer wieder auf den Stromverbrauch, die Stromerzeugung und die Stromspeicherung zu sprechen. Über die Wahl der richtigen Batterien gibt es Glaubenskriege (wir fahren übrigens einfache Blei-Säure Batterien).

Unterschiedlich groß, unterschiedlich alt und sicherlich unterschiedlich genutzt. Dafür aber poliert, blitzblank und derzeit (im November) unbewohnt. Diese Boote sind mit großer Wahrscheinlichkeit keine Fahrtenboote. Es gibt keine Einrichtungen zur zusätzlichen Stromversorgung, an welchen man normalerweise die Boote der Langfahrer immer erkennen kann.

Anker

Das Boot auf dem dritten Bild hat keinen Anker. Das kann kein Langfahrer sein. Möglicherweise hat der Besitzer den Anker mit nach Hause genommen, weil er das Boot winterfest gemacht hat. Wahrscheinlich hat er den Anker aber nur weggelassen, weil er ihn sowieso nicht benutzt. Der Anker ist eine super wichtige Ausstattung eines Fahrtenbootes, auch von Sissi, selbst wenn wir unseren bislang meist geschont haben. Das kommt noch. Langfahrer verbringen Wochen in Ankerbuchten und müssen sich auf ihr Grundeisen verlassen können. Spaziert man durch die Marina, dann fällt auf, dass sich bestimmte Ankerformen in der Szene etabliert haben.

Delta Anker
Bügelanker
Rocna Anker
Rocna Anker
Rocna Anker

Der derzeit beliebteste Anker scheint der Rocna Anker zu sein. Ganz billig ist er nicht, es werden ihm jedoch unbändige Haltekräfte zugeschrieben. Der Bügelanker spielt in derselben Liga. Den Delta Anker sieht man nicht mehr so oft. Wenn ich mit den Besitzern über Anker gesprochen habe, waren die Delta Anker eher älter. Manch einer der Besitzer dieser Anker möchte sie irgendwann gegen einen Bügel oder einen Rocna tauschen. So lange der Anker jedoch funktioniert, wird er eher nicht ausgetauscht. Nach Lektüre von Büchern, dem Schauen von vielen Videos auf Youtube und dem Lesen vieler Webseiten habe ich mich bei der Ausrüstung von Sissi auch für einen Rocna entschieden, denn den CQR-Anker, den wir vorher an der Sissi hatten, mussten wir im Ijsselmeer abwerfen (das ist keine Ankergeschichte, das ist eine Dieselmotor-Geschichte, die ich ein anderes Mal erzählen werde).

Sissi und ihr Hauptanker

Wir haben dazu noch zwei weitere, kleinere und leichtere Anker, die wir mit dem Dinghi ausbringen können, wenn es sein muss. Das ist bei 100% der anderen Fahrtenboote auch der Fall.

Bei den Charterbooten ist die Wahl des Ankers eher zweitrangig. Der Anker muss bei den Charterbooten mal einen Nachmittag arbeiten, wenn die Crew Badetag macht oder eine Nacht, wenn die Crew sich für das Abenteuer in der freien Natur entscheidet.

Die beiden nebenstehenden Anker sind fotografiert an zwei Charterbooten desselben Vercharterers in Lagos. Wenn es dem Besitzer wichtig wäre, hätte er zumindest beide Boote mit dem Anker ausgestattet, den er für den besten hält. So hat er wahrscheinlich den Anker genommen, der von der Werft mitgeliefert wurde. Die Wahl des Ankers ist auf einem Charterboot nachrangig.

Charterboot in Lagos

Fazit

Die Boote sind so unterschiedlich, wie es der Anwendungszweck der Boote ist. Langfahrer legen Wert auf größtmögliche Unabhängigkeit und weniger auf cooles Aussehen ihrer Fahrzeuge oder die guten Segeleigenschaften. Regattasegler wollen gute Segeleigenschaften, die Wohnlichkeit tritt in den Hintergrund. Chartersegler wollen ein blitzblankes Boot, mit dem sie eine schöne Urlaubswoche verbringen können. So ist das eben.

Es ist also völlig egal, ob wir mit Sissi von Lagos auf die Kanaren viereinhalb oder fünfeinhalb Tage brauchen. Wir verbringen die Zeit unter Segeln komfortabel und wenn wir erst einmal angekommen sind, bleiben wir gemeinsam mit den schnellen Seglern für einige Wochen an derselben Stelle. Oder der Nachbarbucht.

Headache Beach

…oder der 50. Geburtstag. Ein gesellschaftliches Großereignis in der Bucht von Portimao. Steffi von der SY Bigfoot hat eingeladen und es sind alle gekommen. Die Roede Orm, Sissi, Grace, Thula, Salty, Zora, Enterprise B und noch viele mehr.

Als Segler ist man ja ziemlich unter sich und sieht tagelang nur die eigene Crew. Deshalb ist ein solches Ereignis ein Pflichttermin, denn nur so lernt man andere Crews kennen und kommt Mal unter andere Leute.

Die Grills sind aufgebaut

Die Schlauchboote wurden auf den Strand gezogen, Bier und Wein im Wasser gekühlt und das Buffet auf einem Surfboard aufgestellt. Mit mehreren Grills arbeiteten wir gegen den Hunger.

Dinghiparade mit Buffet

Es entwickelten sich tolle Gespräche über Ankerbuchten, Energieversorgung, Zollbestimmungen, Lebensmittelversorgung, Wohnlichkeit von Segelbooten, Dinghimotoren, vergangene Feiern und zukünftige Pläne. Dazu gab es gegrillte Spieße, Hähnchen, leckere Salate, Kuchen, Brot und Bier und Wein.

Wikingerschach

Am Strand spielten wir Wikingerschach und hörten dazu gute Musik. Die Stimmung war ausgelassen, der Grill heiß und die Getränke kalt.

Abend am Headache-Beach

Dank der Zeitumstellung auf Winterzeit wurde es schon früh dunkel. Um 19 Uhr fühlte es sich an, als wäre es schon kurz vor Mitternacht. Es wurde weiter gelacht, getanzt, gegessen und getrunken.

Lustig war, dass die Crew von der Enterprise B unsere Sissi schon Jahre vor uns selbst kennen gelernt hat. Wir haben Sissi ja in Oldersum bei Emden gekauft, da lag sie jahrelang im Außenhafen. Und die Enterprise B lag dort auch einige Jahre im Außenhafen, Anke und Horst kennen Hertha und Harald, die Vorbesitzer der Sissi. Wie klein die Welt doch ist.

Feuerwerk (Bild: Julia SY Roede Orm)

Als alte Frankfurter haben wir natürlich immer ein wenig Pyrotechnik zur Hand und konnten so der Geburtstagsfeier mit gleißendem Licht und dem Geruch nach Schwarzpulver noch ein kleines Sahnehäubchen aufsetzen.

Nacht in Portimao

Noch vor Mitternacht haben wir uns unsere Schlauchboote geschnappt und sind wieder zurück zu unseren Segelbooten gefahren. Wenn man noch fahren muss, kann man nicht so feiern, dass man hinterher am Strand einschläft.

Der obige Satz stimmt übrigens beinahe. Wir mussten ein Dinghi mit defektem Kapitän und wackeligem Außenborder zu seinem Mutterschiff zurück schleppen. Kein Problem für uns. Für die betroffene Person wurde es wohl wirklich der Headache Beach.

(Wir verraten niemanden. Was am Strand geschah, wird von der Tide weggespült.)

Weiterhin vor Anker

Wir genießen immer noch die Zeit vor Anker in Portimao. Es ist schwer, das nicht zu tun. Sanft wiegen uns die Wellen in den Schlaf, es herrscht kein unangenehmer Schwell. Einzig die Kaltwasser-Borddusche von Sissi ist ein kleines Problem. Dafür haben wir aber ein Dinghi, mit welchem wir in die Marina fahren können. Dort leihen wir uns von anderen Seglern die Codekarte für die Duschen. Ich muss sagen, die Duschen in der Marina in Portimao sind die besten Duschen, die wir seit Belfast (!) genutzt haben.

Und dann sind da noch die Reparaturen. Ich bin ein wenig unzufrieden mit der Arbeit der Werft hinsichtlich des Windgenerators.

Auf dem Weg von Guernsey nach Roscoff waren die Schrauben lose, die die Stütze des Windgenerators mit Sissi verbinden. Das gab Vibrationen ohne Ende und die Stütze wackelte wie blöde hin und her. Wir haben die Schrauben nachgezogen, eine verlorene Schraube ersetzt und danach vibrierte nichts mehr. Sie haben sich seit Roscoff auch nicht mehr losvibriert. Wieso halten eigentlich die selbst festgezogenen Schrauben besser, als die von der Werft geschraubten? An der Windfahne, die wir selbst montiert haben, hat sich nicht eine Schraube gelöst.

Schraube locker

In der Ankerbucht fiel uns auf, dass der Windgenerator oben wild hin und her wackelt. Auch dort hatte sich eine Schraube verabschiedet und musste ersetzt werden. Ist ganz schön hoch, wenn man da rauf klettert. Ich mag die Höhe nicht.

Ansonsten ist die Aussicht vom Ankerplatz aus grandios. Auf der einen Seite die tollen Felsen, die den Strand einrahmen. Auf der anderen Seite das Meer, das hinter den Wellenbrechern wogt und manchmal auch über die Wellenbrecher rüber schwappt. Dann der Blick auf die Einfahrt, wo immer wieder Fischer ein- oder ausfahren. Anhand der Größe der mitgezogenen Möwenwolke lässt sich abschätzen, wie gut der Fang des Tages gewesen ist.

Fischer mit Möwenwolke

Rein gesellschaftlich ist das Leben an der Ankerkette vollkommen anders als das Leben in der Marina. Man kann sich das an Land etwa so vorstellen wie den Unterschied zwischen einer innenstadtnahen Wohnung und einem Haus in einem Vorort mit viel Grün drumherum.

In der Marina kann man mal eben zum Nachbarn rüber spazieren, einen Kaffee trinken oder nach einem dringend benötigten Werkzeug fragen. Verlässt man die Marina, ist man in wenigen Schritten in der Stadt und hat alle Errungenschaften der Zivilisation. In der Marina kommen die Nachbarn regelmäßig vorbei – sei es nur für einen kleinen Schwatz.

Vor Anker ist man alleine. Die Leute kommen nicht mit ihren Dinghis aus der Marina raus, um einen Kaffee zu trinken. Das ist natürlich auch positiv zu bewerten, denn wenn sie keinen Kaffee trinken kommen, kommen sie auch nicht, um die Biervorräte zu dezimieren oder den Kühlschrank leer zu essen.

Will man den durchschnittlichen Segler motivieren, seinen Standort zu verändern, will das wohl geplant werden. So wie etwa der heutige Tag: Steffi von der Bigfoot wird heute 50 Jahre alt und hat zu einer Beach-Party eingeladen. Zu einem solchen Anlass werden auch in der Marina die Dinghis klar gemacht.

Headache Beach

Wir werden hier noch bis morgen Abend bleiben, dann fahren wir wieder rüber nach Lagos in die Marina. Dort haben sich inzwischen Postpakete für uns gesammelt, die wir abholen müssen.

Der Kühlschrank

Die Idee zu diesem Beitrag ist entstanden, als ich im Kühlschrank verzweifelt nach einer Dose Bier gesucht habe und dabei nur Cola, Eistee und Limonade gefunden habe. Zwischendurch ist mir noch eine Vorratsdose mit Gulasch begegnet, das sich wohl schon ein paar Tage im Kühlschrank versteckt hat und zwar noch lecker roch, aufgrund seines Alters jedoch in die Biotonne wandern musste.

Kühlschrank der Sissi

Den meisten Strom, den wir mit unseren beiden Kraftwerken erzeugen, wandert in diesen Kühlschrank. Das ist in Ordnung, denn wir lieben den Komfort, den uns der Kühlschrank gibt. Ein Bordkühlschrank ist jedoch eine ganz andere Nummer, als der Kühlschrank zu Hause in der Küche.

Kühlschrank – der Horrorfilm

Ein Filmplakat zum Film “Der Kühlschrank – eiskalt, böse und gemein” hing jahrelang über meinem Bürokühlschrank. Mein Kollege Uli hat es damals mitgebracht, kurz nachdem ich den Kühlschrank in unser gemeinsames Büro getragen habe.

Jede Seglerin und jeder Segler kennt das Problem. Am Anfang des Törns ist der Kühlschrank peinlich sauber, leer, übersichtlich und riecht nicht.

Dann kommt der erste große Einkauf. Getränke und Lebensmittel für mehrere Wochen werden beschafft, an Bord geschleppt und der Kühlschrank wird beladen. Dabei macht man sich große Gedanken um die Ordnung im Reich der Kälte. Niemand möchte im Kühlschrank suchen müssen, alle gewünschten Waren sollen griffbereit liegen.

Mit viel Sorgfalt und Gehirnschmalz baut sich der Segler den Kühlschrank so voll wie möglich, denn ein voller Kühlschrank funktioniert besser als ein leerer. Außerdem gibt es bei Törnbeginn einen Haufen Zeug zu verstauen.

Die meisten Segelbootkühlschränke, die ich in meinem Leben gesehen habe, sind Toplader. Das ist praktisch. Hätten wir auf dem Segelboot einen Kühlschrank wie zu Hause, würden je nach Schräglage alle Lebensmittel beim Öffnen der Kühlschranktür auf den Boden purzeln. Okay, das stimmt nicht ganz, es gibt auch Frontlader für Segelboote. Die sind jedoch sehr teuer und der Einbau ist auch nicht immer leicht. Bei uns auf der Sissi könnten wir keinen Frontlader einbauen, denn was auf dem Foto noch rechteckig aussieht, folgt auf der hinteren Seite der Form der Bordwand.

Toplader

Dann kommt der erste Abend an Bord. Noch sind wir keinen Meter gesegelt, noch haben wir das Schiff nicht losgemacht. Ein erster Griff in den Kühlschrank fördert ein Bier zutage. Nach dem zweiten Griff und dem Schließen des Kühlschrankdeckels hört man ein Poltern im Kühlschrank. Das dritte Bier ist nun unauffindbar unter einer Lawine aus Coladosen, Käseblöcken und vakumierten Steaks verschwunden. Auf der Suche nach dem dritten Bier fällt eine Dose Crème Fraiche kopfüber auf den Korken der für das morgige Schlemmermahl kalt gestellten Weinflasche, die Folie am Deckel wird beschädigt und die Crème Fraiche verteilt sich geräuschlos über die Coladosen und zwischen den Wurstpackungen. Derweil übernimmt der Camembert die geruchliche Hoheit über den gesamten Kühlschrank.

Jetzt wird der Kühlschrank in Panik ausgeräumt, aber es sind nun weder die Spuren der Crème Fraiche zu finden, noch das Bier, das man am Vorabend garantiert in den Kühlschrank geräumt hat. Dafür findet sich dann eine Dose mit der Aufschrift “Gemüsesauce, 13.4.2018”. Wo hat sich die denn die ganze Zeit versteckt?

Sissikühlschrank von innen

Wieviel Sorgfalt man auch immer bei der Beladung des Kühlschranks aufwendet – die Ordnung ist in dem Augenblick zerstört, in dem das erste Lebensmittel aus dem Kühlschrank entnommen wird. Entnimmt man nach dem Füllen kein Lebensmittel sondern segelt sofort los, gibt es garantiert eine Welle, die das Boot so sehr krängen lässt, dass sich das Innere des Kühlschranks unmittelbar neu sortiert und somit die reguläre Unordnung in einem Segelbootkühlschrank wieder herstellt.

Wo hatte ich noch gleich die Schweinelende für heute Abend vergraben?

Sie sind unterwegs!

Heute sind Daphe und Gentoo in Richtung Madeira bzw. den Kanaren gestartet. Wir wünschen euch eine gute Reise und feinen Wind aus der richtigen Richtung. Die Windvorhersage sieht gut aus, wir würden dieses Wetterfenster wohl auch nutzen, wenn wir so in Eile wären. Als Teilnehmer der ARC müssen sie zur rechten Zeit in Las Palmas sein.

Leerer Liegeplatz

Damit sind wir mal wieder eines der langsamsten Boote. Die Fairytale ist uns davon gefahren und auf dem Weg ins Mittelmeer. Also werden wir Karma wahrscheinlich nicht mehr sehen. Die Milena Bonatti ist schon auf Gran Canaria. Wo sich die Tonic und die Cosa aufhalten, wissen wir nicht.

Wir sind nicht zum Ankern rausgefahren, weil heute die Roede Orm nach Lagos in die Marina kommt. Wir fahren morgen und freuen uns auf das Wiedersehen heute Abend.

Inzwischen frage ich mich nicht mehr, ob wir zu langsam sind. Wir sind genau so schnell, wie wir sein sollen und wollen. Wir fahren mit dem richtigen Tempo. Wir fahren mit unserer Geschwindigkeit und werden die Boote wieder treffen, die nicht ins Mittelmeer abgebogen sind. So viel ist sicher. Wir wissen nur noch nicht, wo und wann das sein wird.

Trübe Aussicht

Wir verschweigen nichts. Wir berichten live von unserer Segelreise. Wir setzen alles daran, Neid bei euch zu Hause in Deutschland zu erzeugen. Und jetzt das. Es gießt aus Eimern.

Regen in Lagos

Schon in Sines hatten wir ordentlichen Regen. Da kam er allerdings in der Nacht, hat uns ein wenig überrascht und für sehr viel Nässe im Schiff gesorgt. Jetzt haben wir in Lagos schon wieder Regen. Hat Wikipedia etwa recht? In Portugal soll von Oktober bis März die regenreichste Zeit sein. Das stimmt offenbar. Es regnet und das nicht zu knapp.

Wir sind ein wenig unmotiviert und haben heute Sissi noch nicht verlassen. Statt dessen haben wir aufgeräumt, gründlich geputzt und polieren jetzt das Blog bzw den Instagram-Account.

Flüssiger Sonnenschein

Gestern hörten wir zuerst das Eintracht-Spiel gegen Leverkusen im Radio. Beim 3:0 Heimsieg konnten wir oft genug unseren Torjubel in der Marina verteilen. Anschließend hatten wir, die Sissis, einen schönen Abend mit den Gentoos (Danny, Marc und Mathilda), den Daphnes (Uta und Michael) und der Zora (Susanne) auf der Gentoo. Eine schöne Runde. Das Cockpit der Gentoo war wegen Überfüllung fast schon geschlossen.

Der Abend brüllt fast nach einer Wiederholung, doch Wiederholungen gibt es im Leben nicht. Morgen starten die Gentoos Richtung Kanaren, die Daphnes wollen vorher noch nach Madeira und wir suchen uns eine schöne Ankerbucht. Außerdem soll der Regen morgen durch sein.

Regenbogen

Zora in Lagos

Wir haben die Einhandseglerin Susanne erstmals in Camarinas getroffen. Dort hatten wir nur einen kurzen Kennenlern-Kontakt, denn Jens und ich sind am Folgetag aus Camarinas weggesegelt.

Jetzt haben wir Susanne in Lagos wieder getroffen. Inzwischen ist viel passiert. Sowohl Susanne als auch wir haben unsere Erfahrungen an der spanischen und portugiesischen Atlantikküste gemacht.

Susanne hat sich nach gründlichem Überlegen dazu entschieden, ihre Reise nicht weiter auf einem Segelboot fortzusetzen, sondern möchte auf die Straße in einen Bulli wechseln. Außerdem soll das Schiff verkauft werden. Wer alleine von Holland nach Portugal segelt und dort diese Entscheidung trifft, macht das nicht ohne triftige Gründe.

SEGELBOOT ZU VERKAUFEN
Als Verkaufsförderung möchte ich an dieser Stelle die Anzeige verlinken. Das Boot ist eine sehr gut gepflegte Dehler Optima 101 und liegt in Lagos in der Marina. Es hat für ein bis zwei Personen die ideale Größe und ist komplett ausgestattet für Langfahrt.

Zora – zu verkaufen!

Susanne, wir hatten einen tollen gemeinsamen Abend. Wir wünschen viel Erfolg beim Verkauf des Bootes und bei der Fortsetzung der Reise auf vier Rädern.