Impfen

Die Welt ist ungesund. Ich war heute beim Arzt zu einer reiseärztlichen Beratung. Überall gibt es Krankheiten, die einem den Segelspaß versauen können. Furchtbare Namen und schreckliche Auswirkungen.

Hier muss ich sagen, dass ich in der Planung ein wenig versagt habe. Ein paar Wochen früher wäre besser gewesen.

Dennoch – irgendwie werden wir das hinbekommen. Wir verlassen Europa nicht sofort und anderswo können sie uns auch mit den Spritzen pieksen.

The Postman Always Rings Twice

Noch lebe ich in Frankfurt am Main. Ich liebe diese Stadt. Wenn ich etwas brauche, setze ich mich einfach in die U-Bahn, fahre zum passenden Laden und kaufe es dort ein. Dann habe ich den gewünschten Gegenstand spätestens nach einer Stunde in den Händen.

Leider ist der Main nicht besonders schiffbar für größere Segelboote. Deswegen ist die Anzahl der Ladengeschäfte mit Segelzubehör sehr begrenzt (ich kenne genau einen Laden). Ich muss also einen guten Teil der Schiffsausrüstung im Internet bestellen.

Zuerst nervt mich der Bestellvorgang. Es gibt mehrere Dutzend Läden im Internet für den Segelbedarf – welche sind seriös? Zuverlässig? Das muss man recherchieren, man muss einen Haufen Daten in Formulare eingeben und fragt sich, ob die Daten dort auch wirklich sicher sind.

Anschließend wird bestellt und bezahlt, bis dahin funktioniert das immer prima. Im besten Fall kommt am nächsten Tag eine Mail von DHL, UPS oder wem auch immer, dass die Ware unterwegs ist. Dann beginnt das Drama mit dem Paketboten:

Gestern zum Beispiel war wieder so ein Ninja für DHL unterwegs. Ich hätte die Klingel hören müssen, denn ich war die ganze Zeit zu Hause. Wie kam der Zettel in meinen Briefkasten?

Oder habe ich das Klingeln an der Tür gestern nicht hören können, als ich geduscht habe?

Auf der Karte steht, dass ich das Paket ab 7 Uhr in der Filiale abholen kann. Bei meinem ersten Spaziergang heute in die Filiale durfte ich lernen, dass die Pakete erst gegen Mittag den Weg in diese Filiale finden.

Beim Einkauf im Ladengeschäft habe ich spätestens nach einer Stunde die Ware in der Hand. Wenn ein Gegenstand nicht vorrätig ist, wird er bestellt und wartet auf meinen nächsten Besuch. In einem solchen Fall sind es zwei Stunden, die ich investieren muss.

Wenn ich über die Worte “zwei Stunden” nachdenke, erinnere ich mich an gestern, als ich zwei Stunden damit verbracht habe, Versandkartons zu zerkleinern und in die Altpapiertonne zu stopfen. Bei Internetbestellungen kommt schon eine Menge Verpackung zusammen.

Die Beratung in einem Fachgeschäft ist auch unschlagbar. Wir haben schon oft beim Segeln geangelt, haben aber noch nie etwas herausgezogen. Das soll sich in Zukunft ändern. Ich habe das Abschiedsgeschenk meiner ehemaligen Arbeitskollegen (war ein Haufen “Universalgutscheine”, auch Geld genannt) in den Angel Bär getragen und mir eine wahrscheinlich geeignete Angelausrüstung zugelegt. Mit so wenig Erfahrung im Angeln hätte ich gar nicht gewusst, was ich mir alles bestellen muss.

Zuletzt denke ich über den Preis nach. Im Internet sind die Sachen meist billiger. Ich möchte die 10% bis 20% gar nicht sparen, weil ich es schätze, im Laden einkaufen zu gehen. Das Geld zahle ich gerne für den Service.

Abbruchfeierlichkeiten

Eine besondere Freude war es mir gerade, zur Abbruch-Party in meiner Wohnung einzuladen. Mit dem Krantermin fügen sich die anderen Termine ineinander. Wenn jetzt nichts mehr schief geht, können wir unseren Plan wahr machen und im Mai noch starten. Ein tolles Gefühl.

Youtube kann wirklich lehrreich sein

Spinnaker

Ich hatte so ein Ding noch nie. Kein Charterboot hat einen Spinnaker an Bord, der ist (zumindest in Kroatien) aufpreispflichtig. Das Geld haben wir uns immer gespart und wir konnten sowieso nicht mit diesem leichten Tuch umgehen.

Es ergab sich im vergangenen Sommer mehrfach die Situation, dass uns der Wind zum Segeln ausgegangen ist oder der wenige Wind direkt von hinten kam.

Jens hat sich im Internet schlau gemacht und Anleitungen gefunden, wie man den Spinnaker einsetzt. Es hat gar nicht lang gedauert und das Segel stand wunderschön. Die Geschwindigkeit verdoppelte sich von unsäglichen 2,5 kn auf 5 kn. Traumhaft.

Sissi und Lieschen

Das Internet gehört den Katzen. Jedenfalls der eine Teil des Internet, der gute Teil. Ich vermisse die Katzen. Bis vor wenigen Wochen haben bei uns ca. neun Katzen auf dem Grundstück gewohnt. Die Nachbarin ist mit den Katzen ausgezogen und nun begrüßt mich kein dicker Kater mehr, der Streicheleinheiten möchte.

Sissi und Lieschen belauern sich im Garten

Spätestens an Bord wäre ich ohne die Katzen gewesen. Ich werde mich nun an die alte Seemannsregel halten: In jedem Hafen eine neue Katze!

Schleusen in Inverness

Gerade habe ich mal wieder mit dem Blog gespielt und fühle mich gezwungen, einen kleinen Beitrag einzustellen. Dafür habe ich dann auch ein Bild vom vergangenen Sommer herausgesucht, die Schleusen in Inverness mitsamt zugehöriger Drehbrücke im Vordergrund.

Schleusentreppe in Inverness

Wenn alles nach Plan läuft, darf ich hier Ende kommenden Monats wieder einlaufen. Ich freue mich.

Let’s encrypt

Wow. So leicht geht das. Ich habe die Domain mit einem SSL-Zertifikat von let’s encrypt ausgestattet. Das war in fünf Minuten erledigt. Dafür bekommen die Nutzer von sy-sissi.de jetzt keine bösen Warnungen mehr. Toll!

Ostersamstag

Draußen scheint die Sonne, es werden wieder über 20°C. In Internetforen lese ich von Seglern, die über Ostern ihren ersten Törn des Jahres segeln. Sissi steht weiterhin in der Halle und hat kein Vorstag. Fast hätte ich ein Boot gechartert.

Statt dessen fange ich mit diesem Blog an und es zeigt sich langsam, wie diese Webseiten organisiert werden könnten. Das werde ich höchstens noch zwei oder dreimal umstoßen, dann ist es fertig. Oder so ähnlich.

Karfreitag – mit WordPress spielen. Erinnerungen.

Am heutigen Karfreitag beschäftige ich mich ein wenig mit der neuen Webseite. Wie binde ich ein Youtube-Video ein. Sehen kann man das alles auf der Schottland-Seite in diesem Blog, die ich heute ein wenig erweitert habe. Dabei sind mir wieder die schönen Bilder aus Tobermory in den Sinn gekommen.

Blick auf die Waterfront in Tobermory

Der Hafenführer beschreibt Tobermory als einen Ort, in dem man auf jeden Fall einen Zwischenstopp einlegen soll. Damit hat er ganz recht. Die Marina ist zwar nur klein, wir haben aber fast immer einen Platz bekommen. Manchmal nach einer gewissen Wartezeit. Vor der Marina liegen ganz, ganz viele Bojen. Die können aber auch mal alle belegt sein, das hatten wir auch schon. Dennoch besuche ich Tobermory immer wieder gerne und werde das hoffentlich auch in diesem Jahr machen können.