Scientology-Kahn hängt auf Aruba fest

Auch wenn Aruba nur klein ist, gibt es jeden Tag etwas zu entdecken. Schon bei unserer Anreise lag die Freewinds im Hafen von Oranjestad. Damals haben wir uns nichts dabei gedacht, schließlich sieht das Schiff aus, wie so viele andere Kreuzfahrtschiffe auch.

Freewinds im Gegenlicht

Aus Langeweile haben wir nachgesehen, um was für ein Schiff es sich hier handelt. Alle Kreuzfahrtschiffe sind abgefahren, nur dieses ist hier geblieben.

Auf Wikipedia konnten wir nachlesen, dass dieses 1968 gebaute Schiff schon seit einer Weile nicht mehr als Kreuzfahrtschiff unterwegs ist. Statt dessen zieht die Scientology Organisation hier ihren Mitgliedern das Geld richtig aus der Tasche. Der Focus hat das Schiff als “Psycho-Liner” bezeichnet. Scientology selbst lobt die “ablenkungsfreie Umgebung”. Jeder Scientologe, der in dieser Kirche nach oben kommen möchte, braucht angeblich den einen oder anderen Aufenthalt hier zur Gehirnwäsche.

Viren finden es prima, wenn viele Menschen auf engem Raum eine längere Zeit miteinander verbringen. Dann können sie sich richtig gut verbreiten. Auch die Freewinds wurde davon nicht verschont, es gab im Jahr 2019 einen Masern-Ausbruch an Bord. Damals lag das Schiff auf St. Lucia in Quarantäne.

So hat die derzeitige Situation auch ihre positiven Seiten. Im Augenblick kocht niemand anderer Leute Gehirne auf der Freewinds zu Matsch. Im Augenblick verursacht der Dampfer nur Kosten. Ich befürchte jedoch, dass Scientology so viel Geld hat, dass sie unbeschadet durch die Krise kommen. Ich würde nicht weinen, wenn der Laden einfach von unserem schönen Planeten verschwindet.

Sieht völlig harmlos aus. Ist brandgefährlich.

Derzeit ist also keine Gehirnwäsche im Angebot. Schmutzige Gedanken sind sowieso viel besser.

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