Endspurt

Der drittletzte Seetag oder der vorletzte komplette Seetag. Die Nacht war ereignislos, Eike hat noch ein paar Mal die Genua verkleinert. Als ich aufwache, fahren wir noch mit 2,5 kn in Richtung unseres Ziels. Dafür sind wir aber sehr ruhig unterwegs. Die Schräglage bringt uns ganz neue Erfahrungen mit der Küchenspüle. So lange ich Sissi habe, habe ich das Seeventil an der Küchenspüle nie geschlossen. Jetzt sind wir schon fast einen Tag mir ordentlich Schräglage auf dem Steuerbordbug unterwegs und müssen feststellen, dass das Wasser aus dem einen Spülbecken in das andere läuft und sich dabei mit dem Atlantik vermischt, der von unten ebenfalls zum Spülen kommen möchte. Also steuern wir das Schiff ein wenig mehr in den Wind, die Schräglage nimmt ab und das Wasser kann ablaufen. Schnell das Seeventil wieder schließen und alles ist gut.

Gerade brummt der Watermaker unseren Wassertank wieder voll. Wir haben Strom satt, nach dem Abschalten der Gefriertruhe sind unsere Batterien über Nacht auf 100% geladen worden. Das münzen wir jetzt um in Wasser.

Für die Psyche ist es natürlich total doof, dass wir erst einmal komplett an Guadeloupe vorbei fahren müssen, bevor wir den endgültigen Kurs anlegen können. Wir wollen ankommen, es reicht. Aus den geplanten fünf bis sieben Seetagen sind inzwischen acht geworden, zwei stehen uns noch bevor. Das ist halt so. Hätten wir einen Motor, könnten wir den direkten Weg nehmen.

8. Etmal: 88 nm
Entfernung nach Pointe-a-Pitre: 140 nm

2 Antworten auf „Endspurt“

  1. Wir haben das Tracking zweimal täglich gefüttert. Anscheinend hat aber ein Esel die Daten für Karotten gehalten und gefressen. Keine Ahnung, warum es geklemmt hat. Jetzt läuft es wieder. Ich habe Martin eine Mail geschickt, vielleicht finden sich die Meldungen noch.

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